Deutsch- französische Jugendbegegnung

ParisVorschaubildSchülerfahrt nach Paris

Montag, 15. Juni 2015
Am Tag der Abfahrt trafen sich Frau Günzel, Herr Geissler und die Französischklasse 9a/s um 7h45 an der Schule und wartete auf den Reisebus, der uns nach Paris und zum Treffen mit einer französischen Jugendtheatergruppe aus Antony bei Paris namens <<Le Feu Follet>>, welches unsere Französischlehrerin Frau Günzel gemeinsam mit deren Leiterin und Regisseurin Mme Kémeny organisiert hatten.


Nach einer langen aber lustigen Busfahrt kamen wir endlich gegen 16h30 in Paris und unserem Hotel an. Dort hatten wir genug Zeit um das Hotel zu erkunden, unsere Zimmer zu sehen und unsere Koffer aus zu packen.
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Nachdem wir uns frisch gemacht hatten, fuhren wir mit dem Bus zu dem Rathaus und trafen dort auf unsere französischen Freunde, mit denen wir schon länger in Briefkontakt standen und privat per soziale Netzwerke wie Facebook schrieben. Diese hatten uns zu einem Empfang im Rathaus eingeladen. Die Jugendlichen und ihre Eltern hatten extra für uns leckere, typisch französische Gerichte und ein großes Büfett vorbereitet.
Wir übergaben den Schülern unsere Gastgeschenke, typisch deutsche Süßigkeiten, diese teilten sie freundlicherweise mit uns. Frau Günzel unterhielt sich währenddessen mit deren Schauspiellehrerin und mehreren Elternteilen, und übergab danach die offiziellen Gastgeschenke an die Organisatoren aber auch an den Bürgermeister von Antony, der uns herzlich offiziell in seiner Stadt begrüßte, übersetzt von Frau Günzel. Und filmisch dokumentiert wurde alles von Herrn Geissler, der nicht nur Kunst unterrichtet sondern auch der Leiter unserer Film-AG ist. Die Begrüßung durch den Bürgermeister ein war für uns alle eine große Ehre. Wir unterhielten uns mit unseren französischen Freunden ganz anders als erwartet. Wir kamen sehr schnell zu lustigen Gesprächen mit vielen verschiedenen Themen, nach einiger Zeit kam es uns so vor als würden wir uns schon sehr lange kennen und als würden wir dieselbe Sprache sprechen, wir konnten zusammen lachen und Spaß haben, dies war eine ganz neue und total schöne Erfahrung für uns alle. Am Ende dieses Treffens, bedankten wir uns alle und verabschiedeten uns von ihnen.
Nach einem anstrengenden, aber einem ereignisreichen und schönen Tag fuhren wir zurück zu unserem Hotel und fielen müde aber zufrieden in unsere Betten ☺


Dienstag, 16. Juni 2015
Nach einer guten Nacht frühstückten wir zwischen 8h und 8h30 im <Self-Restaurant>: Am vielfältigen Büffet standen Brötchen, Croissants, Cornflakes, verschiedener Belag, Joghurt, Säfte, Kakao und Kaffee zur Auswahl.
Direkt danach brachen wir mit dem Bus in die Pariser Innenstadt auf, gingen von der Rue de Rivoli zum Palais Royal, machten dort Gruppenfotos vor den Kunstwerken im Hof und Park, kauften in einem der besten Läden dafür die berühmten bunten Macarons : im luxuriösen Fauchon. Nach dem Verzehr der hervorragenden Macarons gings vorbei am schwer bewachten Präsidentenpalast Palais de L’Élysée, der im schönen Regierungsviertel liegt. Ziel waren die Champs-Élysées. Diese breite, Shoppingstraße war das Highlight des Tages die wir in der Mittagspause erkunden konnten.
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Der Bus wartete am Ende der Avenue, am Place de l’Étoile, wo wir den achtspurigen Kreisverkehr rund um den wunderschönen Arc de Triomphe erlebten. Vom Palais de Chaillot hatten wir eine wunderbare Aussicht und auf den Eifelturm, nutzten die Gelegenheit zum Staunen und für viele Selfies;) und gingen dann am von Skateboardern geliebten Stufenbrunnen hinunter auf den Turm zu. Weiter ging‘s mit dem Bus zum Montmartre, wo wir die romantischen alten Treppen zum Künstlerviertel und der weißen Basilika Sacré-Coeur erstiegen. Von dort gab es eine faszinierende Aussicht, man sieht wie groß Paris wirklich ist, aber man kann auch auf den Treppen sitzend einen Straßenfußballer (bekannt aus Internet und Galileo) an einer Laterne Tricks vorführen sehen. Danach konnten wir die Erlebnisse in einer Nachmittagspause in der Jugendherberge ‚verarbeiten‘.
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Da wir so einen tollen Busfahrer hatten, war er bereit die Idee einer -Bustour umzusetzen. Wir sahen dabei wundervoll angeleuchtete Gebäude und Sehenswürdigkeiten, die niemand von uns so schnell vergessen wird: nachdem wir eine Pause im Hostel gemacht hatten, fuhren wir um 22 Uhr los, um die wunderbar beleuchtete Pariser Innenstadt mit dem Bus zu besichtigen. Frau Günzel leitete und kommentierte die Rundfahrt u.a. durch das Quartier Latin, entlang der Seine, vorbei an der Ile-de la Cité mit Notre Dame, Rue de Rivoli mit dem Louvre, zur Place de la Concorde. Dort machten wir eine kleine Pause um eine lustige Fotosession zu beginnen. Der Obelisque wird nachts durch die schönen, antiken Lampen beleuchtet, welche in der ganzen Stadt zu finden sind. Nachdem diese Fotosession beendet war, fuhren wir zum Pont Alexandre III. Das ist eine Brücke, von der man den Dôme des Invalides und seine goldene Kuppel  als auch den Eiffelturm sehr schön sehen kann. Zu unserer großen Freude kamen wir um Punkt 23 Uhr dort an, der Zeitpunkt an dem die Glitzerlichter des Eiffelturms angehen, so wurden wir Zeugen einer fantastischen Lichtshow.
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Natürliche wollten wir vor dem Heimweg über die Champs-Élysées mit dem Arc de Triomphe und Blick auf die Grande Arche noch den Eiffelturm von Nahem sehen. Nur kurze Zeit später standen wir unter ihm. Er ist so hoch, dass es einigen schon schwindelig wurde, wenn sie nur hochschauten. Und dann kam der heldenhafte Einsatz von Viktoria, die Luis davor bewahrte bestohlen zu werden. In letzter Sekunde warnte sie ihn vor einem Mann mit Kapuze, der sich Luis unter dem Eiffelturm näherte. Bei der Abfahrt sahen wir um Mitternacht noch einmal den Eiffelturm glitzern.
Da wir auch einen Fußballvernarrten in der Klasse hatten, machten die Lehrer eine Ausnahme und wir fuhren auf dem Heimweg noch am Parc des Princes-Stadion vorbe, das leider klein und nicht beleuchtet war. Müde und froh sangen einige und total zufrieden (aber spät) kamen wir in der Jugendherberge an.


Mittwoch, 17. Juni 2015
Am Mittwoch wachten wir nach dieser kurzen und deshalb etwas anstrengenden Nacht auf, frühstückten und machten uns auf den Weg mit dem Reisebus zum Louvre, in dem Frau Günzel eine Besichtigung organisiert hatte. Der Louvre ist ein ehemaliges Stadtschloss und riesig, deshalb sind die Gänge und Hallen auch total beeindruckend. An der Glas-Pyramide davor schossen wir einige Schnappschüsse. Drinnen sahen wir uns dann Porträts und Gemälde aus dem 16 bis 19. Jahrhundert an. Zu allererst sahen wir die berühmte geflügelte aber kopflose Statue der Nike von Samothrake im riesigen Treppenhaus. Nach der Siegesgöttin Nike ist übrigens die berühmte Sportmarke benannt;) Sehr viele Leute wollten dort die <Mona Lisa> (frz. La Joconde) von Leonardo da Vinci sehen und das taten auch wir. Danach besprachen und deuteten wir mit Herrn Geissler ein paar berühmte französische Gemälde aus dem 18. Und 19. Jahrhundert, außerdem sah sich eine Gruppe die ägyptische Abteilung mit u.a. einer Mumie an.
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Nach dem Museumsbesuch gingen wir zu Fuß zum Forum des Halles, einem großen unterirdischen mehrstöckigen Einkaufszentrum, wo wir während der Freizeit beim Einkaufen und Mittag essen unser Französisch üben konnten ☺. Später gingen wir zum Centre Pompidou und zum daneben liegenden beweglichen bunten Brunnen auf der Place Stravinsky.
Im jüdischen und trendigen Viertel Marais spazierten wir durch die engen Gassen mit schönen Häusern, Läden, Essständen und Cafés. Einige aßen dort leckere Crêpes, andere Kebab, Falafel oder (in der jiddisch-österreichisch-polnischen Bäckerei) die süße <Schnek au Cocolat>.
In unserem sehr ansehenswerten Hostel hatten wir wieder ein bisschen Freizeit vor dem Abendprogramm. Denn wir waren später wieder von Mme Kemeny und ihrer Jugendtheatergruppe eingeladen: diesmal zu ihrer Aufführung ihres Stückes im Vorort Antony eingeladen. Es ist ein Stück gegen Tyrannen und basiert auf einer Mischung aus Shakespeares und . Dabei legten die Jugendlichen eine starke Leistung als Schauspieler ab! Dann unterhielten wir uns noch mit den französischen Jugendlichen und Corinne Kémeny und verabschiedeten uns schließlich.  Vor dem Schlafen gehen feierten wir noch gemeinsam und kreativ den Geburtstag eines Schülers.

 

Donnerstag, 18 Juni 2015 (Abfahrtstag)
Heute war der Tag der Abfahrt. Nach dem Packen und Frühstücken begann um 9h30 direkt die Heimreise nach Deutschland. Während dieser Fahrt besichtigten wir in Verdun ein Mahnmal und einen Friedhof für die während des Ersten Weltkrieges gefallenen Soldaten. Man sah dort viele Gräber… Dort erzählte uns der Busfahrer, der früher Geschichtslehrer bei der Bundeswehr gewesen war, über die Maginot-Linie, die Schlachten, die in dieser Gegend geführt wurden und die vielen Toten die es dabei gegeben hatte. Deshalb stehen auf verschiedenen Friedhöfen so viele weisse Kreuze und Grabsteine. So erfuhren wir auch, dass die Steine für gestorbene muslimische Soldaten aus den damaligen französischen Kolonien stehen. Sie liegen in Richtung Mekka begraben. Noch erschreckender war, dass pro namenlosem Kreuz bzw. Stein dort sogar noch mehr Tote liegen: bis zu 10 Gefallene!
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In einer großen Gedenkhalle, in der wir zwei Kerzen als Zeichen der Erinnerung anzündeten, konnte man auch erkennen, dass viele der deutschen und französischen Soldaten, die dort gegeneinander gekämpft hatten., erst zwischen 17 und 20 Jahre alt waren und meist nur 14 Tage auf den schrecklichen Schlachtfeldern überlebten… daher zündeten wir betroffen Erinnerungskerzen an und fuhren nachdenklich weiter: die heutige deutsch-französische Freundschaft und Reisefreiheit ist wirklich keine Selbstverständlichkeit…
In der ersten Pause konnten wir uns Mittagessen und Mitbringsel in einem großen französischen Supermarkt einkaufen, was einige Schüler sehr lustig gestalteten. Dann an der luxemburgischen Grenze angekommen feierten wir mit von einem weiteren Schüler dort gekauften Torten und Getränken dessen Geburtstag. Leider verlor das ‚Geburtstagskind‘ beim Armdrücken jedes Mal ;).
Nach Ankunft um 19 Uhr verabschiedeten wir uns und gingen nach Hause um dort von der tollen Klassenfahrt zu erzählen.
Text: Klasse 9a/s, Frau Günzel

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