1. Die Kölner „Judensau“-Darstellung
Auf der Abbildung im Kölner Dom sieht man im Mittelpunkt des Holzschnittes eine Sau und drei Juden. Diese wurden, gemäß der Kleidervorschrift von 1215, durch spitze Hüte gekennzeichnet. Damit sollten sie sich von den Christen unterscheiden. Einer von ihnen, links im Bild dargestellt, hält die Sau fest, währenddessen ein anderer Jude, der sich in der Mitte des Bildes befindet, an den Zitzen saugt. Der dritte Jude, im Bild rechts dargestellt,  füttert die Sau. Die so genannte Judensau entstand im Mittelalter. Der Holzschnitt drückt aus, dass die Juden näher mit den Schweinen als mit den Menschen verbunden sind. Somit werden die Juden hier verspottet. Dies war eine sehr große Beleidigung für die Juden, da sie das Schwein als unrein ansahen.
Verfasser: Theo B., Darren R.

 

2. Juden im Mittelalter – Geschichtlicher Hintergrund
Schon Karl der Große wusste, warum er Juden in sein Reich willkommen hieß -  sie erweiterten Handelswege und medizinische Kenntnisse. Doch als Papst Urban II. im Jahr 1095 zum Kreuzzug aufrief mit der Begründung, Gott würde alle Sünden verzeihen, wurden die Juden erste Opfer von Gewalt. Sie wurden ermordet und zwangsgetauft. Darüber hinaus wurde bei einer großen Kirchenversammlung in Rom entschieden, dass Juden an der Kleidung erkennbar sein müssen (z. B. durch spitze Hüte) und, dass Universitäten Juden nicht mehr aufnehmen dürfen. Im 14. und 15. Jahrhundert wurden die Juden als bequeme Sündenböcke genutzt. Ihnen wurde vorgeworfen, die Brunnen zu vergiften und damit die Pest aufgelöst zu haben – auch in Köln war dies der Fall. Die Verbreitung von Bildern der Judensau verstärkte den Hass der Christen auf Juden.
Letztendlich wurden die Juden vertrieben und verfolgt oder lebten nur noch in Ghettos, wodurch sie von den Christen isoliert wurden. In Köln wurden die Juden im Oktober 1424 vom Stadtrat ausgewiesen.
Verfasser: Luca Mino W., Tobias H.

 

3. Persönliche Stellungnahme zum Umgang mit der Kölner „Judensau“-Darstellung
Wir finden, dass das Holzrelief im Kölner Dom abgehangen werden sollte. Die Judenverfolgung z. B. im Zuge der Kreuzzüge oder aufgrund absurder Anschuldigungen wie Brunnenvergiftung und Ritualmord waren eine schlimme Sache und hat sich in alle Köpfe der Juden und Christen gebrannt.
Die Kirche zieht sich in der Diskussion um die Kölner Judensau völlig zurück, was sehr schade ist. Die Juden wurden jahrelang verfolgt und waren nicht mit den Christen gleichgestellt. Zwar ist das Argument des Bistums, dass Besucher die Abbildung nicht sehen können (außer bei Führungen) nachvollziehbar. Trotzdem glauben wir, dass derartiges nicht in eine Kirche gehört und abgehangen werden sollte. Es ist eine historische Quelle und damit ein kostbarer Gegenstand; er erinnert uns an entsetzliche Zeiten. Das Bild der Judensau sollte daher nicht zerstört werden, sondern in einem Museum ausgestellt werden. Damit erhält der Besucher in einem Museum Information über das Ereignis. In eine Kirche herrscht Frieden, weshalb dieses Bild auch Christen beleidigt.
Verfasser: Quinn M., Luca H.

 

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1. Die Kölner „Judensau“-Darstellung
Auf dem Bild kann man drei Männer mit langen Gewändern und spitzen Hüten sehen. An der Kleidung wird deutlich, dass sie Juden sind. Im Mittelalter gab es diese Kleidungsvorschrift für Juden, um von ihnen abzugrenzen. Einer der Juden hält das Schwein in der Hand, währenddessen füttert der gegenüberliegende Jude das Schwein. Ein Dritter hockt vor der Sau und saugt an dessen Zitzen. Die Christen haben das Holzrelief geschnitzt, weil sie die Juden ausgrenzen wollten und glaubten, dass die Juden unvernünftig waren, weil sie nach ihrer Vorstellung an die falsche Religion glauben und dem Schwein näher als dem Menschen stehen würden. Da die Juden das Schwein als unrein empfinden, dürfen sie es nicht essen. Deshalb war der Vorwurf besonders niederträchtig. Früher fand man solche Abbildungen oft in oder an Kirchen. Sogar noch heute ist dieser Holzschnitt im Kölner Dom zu finden.
Verfasser: Ivan S., David H.

 

2. Juden im Mittelalter – Geschichtlicher Hintergrund
Bis ins 11. Jahrhundert wurden die Juden im Reich willkommen geheißen. Man lud sie ein, da sie gute Handelskontakte mit Leuten aus dem Orient pflegten. Die Juden waren sehr gebildet und konnten schon früh lesen und schreiben. Somit waren sie maßgeblich am Auf- und Ausbau der Stadt beteiligt. Dafür gaben sie dem Land: Gefolgschaft, Treue und Abgaben. Hingegen waren viele Christen meist weniger gebildet und durften von ihrer Religion aus, im Gegensatz zu den Juden, kein Geld verleihen und davon Zinsen nehmen.
Bis zum 11. Jahrhundert waren die Juden also manchen Einschränkungen unterworfen, wurden allerding als Nachbarn geduldet. Aber als Papst Urban II. zum Kreuzzug nach Jerusalem aufrief, wuchsen Hass und Neid auf die Juden. Sie wurden verfolgt und ermordet. Gerüchte über sie fingen an, die Runde zu machen. Ihnen wurde Ritualmord und auch Brunnenvergiftung im Zuge der Pest unterstellt. Daraufhin wurden Häuser der Juden angezündet und viele gezwungen, sich taufen zu lassen. Der Zutritt zu Schulen, Universitäten, Gilden und Zünften blieb ihnen verwehrt. Außerdem wurden ihnen Landbesitz und Bürgerrechte gestrichen. Ihnen blieben nur noch der Geldverleih und die Pfandgeschäfte. Dies erzeugte Neid bei den Christen. Im 15. Jahrhundert durften auch Christen Geldverleih betreiben, woraufhin die Juden noch deutlicher verfolgt wurden, da sie jetzt keinen Nutzen mehr für die Stadt brachten. Im Oktober 1424 beschloss der Stadtrat von Köln den Aufenthaltsvertrag der Juden nicht mehr zu verlängern.
Verfasser: Jan-Ole K., Yasmina B.

 

3. Persönliche Stellungnahme zum Umgang mit der Kölner „Judensau“-Darstellung
Da es in der Vergangenheit viele Gründe für religiöse Streitereien bezüglich der ´Kölner Domsau´ gab, möchten wir, basierend auf den vorangegangenen Beiträgen, zu diesem Thema persönlich Stellung nehmen.
Das grundliegende Problem liegt darin, dass es einerseits ein wertvolles Kunstwerk ist, welches geschützt bzw. nicht zerstört werden darf, andererseits wirkt es beleidigend gegenüber den Angehörigen der jüdischen Religion. Wir finden es schade, dass sich das Bistum zu diesem Thema distanziert, da es wie bereits erwähnt die jüdische Religion und ihre Gläubigen verletzt, und wir das nicht dulden wollen. Die jüdische Bevölkerung hat schlimme historische Ereignisse bzw. Anschuldigungen bezüglich der Brunnenvergiftung und der Ritualmorde erleiden müssen. Damit wurden ihre religiösen Regeln verletzt.
Wir würden die Aufstellung einer Informationstafel unterstützen. Die Probleme sind unserer Meinung nach somit behoben, da auf der einen Seite das Kunstwerk weder beschädigt, noch an einem anderen Ort untergebracht ist. Auf der anderen Seite könnte man durch den Informationstext die beleidigende Wirkung der ´Kölner Domsau´ entkräften. Zudem wäre es für die Besucher des Kölner Doms interessant, Fakten über die Entstehung und Geschichte des Kunstwerks zu erfahren. Zwar lehnt das Bistum diese Möglichkeit ab, da es kein Museum sei, jedoch finden wir, dass eine einzelne Informationstafel aus dem Kölner Dom kein Museum machen würde!
Verfasser: Nik S., Florian K.

 

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1. Die Kölner „Judensau“-Darstellung
Auf dem Bild sind drei Juden und ein Schwein zu erkennen. Einer der Juden hält das Schwein, am Bauch fest, der andere, welcher ebendalls steht, füttert das Schwein. Der dritte Mann kniet unterhalb der Sau und saugt an den Zitzen des Tiers.
Durch die spitzen Hüte wurden früher die Juden gekennzeichnet; auch der gelbe Ring entsprach der vorgeschriebenen Kleiderordnung. Das Bild verdeutlicht den Hass der Christen auf die Juden im Mittelalter. Die Judensau wurde damals als Motiv und Spott gegenüber den Juden verwendet. Durch den Hass der Christen gegenüber Juden wurden sie nicht mehr in Gilden, Zünften, Stadtschulen oder Universitäten angenommen. Die Judensau spielt eine große Rolle in der Beziehung zwischen den Juden und Christen, da letztere die Judensau als Beleidigung gegen Juden nutzten und die Bilder verbreiteten. Da die Juden aufgrund ihres Glaubens kein Schweinefleisch essen durften, war es eine große Schande für sie, von den Christen mit einer Sau in Verbindung gebracht zu werden.
Verfasser. Anika P., Luka S.

 

2. Juden im Mittelalter – Geschichtlicher Hintergrund
Bis ins 11. Jh. wurden die Juden in Deutschland willkommen geheißen. Die Christen und Juden lebten überwiegend friedlich nebeneinander. Streit wegen des Glaubens wurde mit hohen Geldstrafen belegt. Die Kirche belehrte die Bürger, Konflikte untereinander zu unterlassen. Im Oktober 1424 beschloss der Rat der Stadt Köln den ablaufenden Aufenthaltsvertrag der Juden nicht mehr zu verlängern. Er rechtfertigte am 28. August 1431 in einem Schreiben an König Sigmund die Ausweisung der Juden aus der Stadt. Angeklagt wurde die Arbeit der Juden als Geldverleiher, die Christen nicht erlaubt war. Außerdem sollen die Juden den heiligen Boden ihrer Stadt Köln mit ihren unchristlichen Füßen nicht mehr betreten. Grund dafür nannte der Rat die Beschuldigung der Brunnenvergiftung durch die Juden, wodurch zahlreiche Menschen starben oder flohen. Dies wollte man verhindern.
Verfasser: Philipp S. und Leonhard W.

 

3. Persönliche Stellungnahme zum Umgang mit der Kölner „Judensau“-Darstellung
Wir finden die,, Judensau“ im Kölner Dom sollte in ein Museum kommen. Für uns grenzt es schon an Rassismus. Eine solche Abbildung sollte sich nicht in einer Kirche befinden. Auch wenn es für die Besucher nahezu unsichtbar ist, fällt es bei z. B. Führungen trotzdem auf.
Den Anhängern der katholischen Kirche gefällt es sicherlich nicht, denn die meisten haben keine Probleme mit Juden. Natürlich verstehen wir die Einwände, dass die ,,Judensau“ nicht beschädigt werden soll. Aber dass es praktisch unsichtbar für die Besucher ist, glauben wir nicht. Wenn sich so eine Abbildung über die Christen in einer Synagoge befinden würde, wäre das auch nicht sehr angenehm. Es wäre schon ein großer Fortschritt, wenn an dieser Abbildung ein Infoschild für die Besucher hängen würde. Außerdem finden wir, dass die ,,Judensau“ eine Beleidigung für die Juden ist.
Wir hoffen, dass schnell eine Lösung für den Umgang mit dem Holzrelief gefunden wird.
Verfasser: Katharina B., Veit D.

 

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1. Die Kölner „Judensau“-Darstellung
Diese Darstellung stammt aus dem Mittelalter und befindet sich im Kölner Dom im Chorgestühl. Man erkennt, dass das Bild sehr fein geschnitzt wurde. Es sind drei Männer zu sehen. Der linke Mann hält ein Schwein in seinen  Armen, währenddessen ein anderer Mann versucht, aus den Zitzen zu trinken. Es ist sehr ungewöhnlich, dass ein Mensch aus einem Schwein trinkt. Deshalb kommt das Bild sehr beleidigend rüber. An den spitzen Hüten erkennt man die jüdischen Männer.
Die Juden und ihre Religion werden auf diesem Bild mit einem Schwein in Verbindung gebracht, welches die Juden negativ darstellen soll. Obwohl die Juden das Schwein als unrein empfinden.
Die Judensau stellt somit den Hass der Christen gegenüber den Juden im Mittelalter dar. Diese Judensau wurde damals als Motiv und Spott gegenüber den Juden verwendet. Durch den Hass der Christen wurden die Juden von Zünften etc. ausgeschlossen.
Verfasser : Jan P., Clara C.

 

2. Juden im Mittelalter – Geschichtlicher Hintergrund
Bis zum 11. Jahrhundert waren die Juden zwar manchen Einschränkungen unterworfen, wurden aber von den Christen weitgehend als Nachbarn angesehen, da sie gute Beziehungen zu den orientalischen Geschäftsleuten hatten. Dies änderte sich, als Papst Urban II. im Jahr 1095 zum Kreuzzug nach Jerusalem aufrief. In dieser Zeit wuchsen auch Neid und Hass gegenüber den Juden an. So wurde ihnen Ritualmord an kleinen Jungen vorgeworfen. Provozierende Bilder schürten und verbreiteten die Angst vor Ritualmorden. Als die Pest auftrat, wurde den Juden unterstellt, die Dorfbrunnen vergiftet zu haben. Nach diesen Ereignissen wollte kaum jemand mit den Juden zu tun haben und viele Gesetze wurden für sie gestrichen. Sie lebten gegen Ende des Mittelalters außerhalb der Stadtmauern.
Verfasser: Till M., Fabienne S.

 

3. Persönliche Stellungnahme zum Umgang mit der Kölner „Judensau“-Darstellung
Unser jetziges Thema im Geschichtsunterricht bezieht sich auf die Judenverfolgung. Und so kamen wir auch auf die „Judensau“ im Kölner Dom zu sprechen. Wir möchten uns an dieser Diskussion beteiligen. Auch hatten wir die Möglichkeit die Stellungnahme des Künstlers Wolfram Kastner, welcher sich über die „Judensau“ beschwerte, zu lesen und können seine Empörung über die beleidigende Wirkung verstehen.
Wir können ebenfalls die Meinung des Bistums, dass die „Judensau“ ein wertvolles und schützenswertes Kunstwerk ist, nachvollziehen. Denn wir sollten unsere Vergangenheit nicht vertuschen, sondern zu ihr stehen, also die „Kölner“ Judensau nicht in einem Museum verstauben lassen!
Und deshalb wäre es gut, ein Infoschild anzubringen, auf welchem der Besucher zum Thema „Die Verfolgung der Juden“ und die „Judensau“ informiert wird. Derartige Schilder zu Geschichte und Hintergründe einer Kirche gibt es auch in und an anderen Kirchen.
Dieses Schild macht den Kölner Dom nicht gleich zu einem Museum und es würden vielleicht sogar Spenden für den Erhalt der „Judensau“ zusammenkommen.
Verfasser: Rebecca S., Laura Antonia H.

 

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Fachbereich Geschichte

Stolpersteine- Steine des Anstoßes- Mahnung gegen das Vergessen

Seit den 1990 er Jahren verlegt der Kölner Künstler Gunter Demnig Stolpersteine auf öffentlichen Plätzen und Bürgersteigen der Bundesrepublik Deutschland. Es handelt sich um kleine quadratische Pflastersteine, deren Oberfläche eine kleine Bronzetafel ziert, auf der die Namen von Opfern des nationalsozialistischen Terrorregimes eingraviert sind.

Auch in Koblenz sind seit 2007 in mehreren Aktionen Stolpersteine verlegt worden. Gefördert und unterstützt wird dieses Projekt vom Förderverein Mahnmal Koblenz, der christlich-jüdischen Gesellschaft für Brüderlichkeit und dem Freundschaftskreis Koblenz-Petah-Tikva.

Es ist dem Förderkreis Mahnmal ein besonderes Anliegen, Schulen für dieses Projekt zu gewinnen, um in Form von Partnerschaften für die Stolpersteine in Koblenz bei den Jugendlichen das Bewusstsein für die Schicksale ehemaliger Koblenzer Mitbürger, seien es Juden, Sinti/Roma oder Angehörige anderer verfolgter Gruppen wachzuhalten. Insbesondere der regionale Bezug, das Erleben von Geschichte vor Ort  birgt die Chance das geschichtliche Interesse von Schülerinnen und Schülern zu fördern.

Aus diesem Grund  wird das Gymnasium auf der Karthause eine Patenschaft für einen Stolperstein  am Hüberlingsweg/ Karthause übernehmen.

In der Regel  erfolgt eine solche Patenschaft im Rahmen einer kleinen Gedenkfeier, deren Gestaltung die Schülerinnen und Schüler übernehmen können.

Gemeinsam haben die Fachbereiche Geschichte und Sozialkunde im Einvernehmen mit der Schulleitung beschlossen, Schülerinnen und Schüler aus der Jahrgangstufe 10 in dieses Projekt miteinzubinden. Der genaue Termin für die Aktion Stolperstein soll Ende diesen bzw. zu Beginn des kommenden Schuljahres stattfinden.

Zu empfehlende Links:   Mahnmal Koblenz     Stadtführer Nationalsozialismus

Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten/Körber-Stiftung

Der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten ist der größte historische Forschungswettbewerb in Deutschland und zielt darauf, das Interesse von Kindern und Jugendlichen für die eigene Geschichte zu wecken.

Thema des laufenden Wettbewerbs: Vertraute Fremde. Nachbarn in der Geschichte.
Der Leistungskurs von Herrn Kowalke ist mit sieben eingereichten Arbeiten auf der Landesebene vertreten. Wir wünschen den Teilnehmern viel Erfolg.

Zu empfehlender Link: Geschichtswettbewerb

 

Leistungskurs Geschichte in Köln

Koeln Exkursion

Passend zu unserer abgeschlossenen Reihe „die römische Antike“ verbrachten wir, der Leistungskurs Geschichte der 11. Jahrgangsstufe mit unserem Stammkursleiter Herrn Nadler, am 17.12.2013, einen interessanten Tag in Köln. Dabei genossen wir eine ausführliche und aufschlussreiche Führung am Vormittag, die uns auf die Spuren des Römischen Reiches im Rheinland brachte. Der Schwerpunkt des durchaus sehenswerten Museums liegt auf dem Alltagsleben in der Römischen Provinz, nämlich in der Stadt „Colonia Claudia Ara Agrippinensium (Köln) und beleuchtet die Römer in ihren alltäglichen Situationen. Dies ermöglichte uns, neben dem schulischen Lernstoff „Politik und Gesellschaft“ auch Einblicke in das tägliche Leben der Römer zu erhalten und handwerkliche Fähigkeiten, religiöse Traditionen und Probleme im Alltag eines Römers kennenzulernen. Neben einem Mosaik, das uns die Welt des Gottes Dionysios näher brachte, konnten wir einen rekonstruierten Altar- bzw. ein Grabmal eines Legionärs genauso betrachten wie unzählige Gefäße und Gegenstände aus dem römischen Alltagsleben. Zu erwähnen ist hierbei, dass das Museum über die größte Sammlung römischer Gläser sowie eine herausragende Kollektion römischen und frühmittelalterlichen Schmuckes verfügt. Darüber hinaus erhielten wir einen interessanten und gut verständlichen Vortrag über die weitere Stadtentwicklung nach der Römerzeit.

Nach dem Museumsbesuch hatten wir die Möglichkeit uns in kleinen Gruppen die Stadt Köln anzuschauen. Glück hatten wir mit dem Wetter. Unter blauem Himmel konnten wir nicht nur die wunderschöne Altstadt Kölns bewundern, sondern hatten sogar noch Zeit über den Weihnachtsmarkt am Fuße des monumentalen Domes zu schlendern. Mit warmem Kakao und leckeren Weihnachtswaffeln versorgt, ließen wir diese sehr aufschlussreiche Exkursion ausklingen.

© Albina Bossert und Liza Suslova 2013.

 

Kino-Besuch im Koblenzer Apollo-Theater

Die zehnten Klassen unseres Gymnasiums besuchten das Koblenzer Kino-Center mit ihren Geschichtslehrern am 4. Februar 2014, um sich mit dem Film „Sophie Scholl – Die letzten Tage“ methodisch im Unterrichtsfach Geschichte auseinanderzusetzen.
Ist es sinnvoll, einen Film über historische Ereignisse zu sehen?
Dies war die Leitfrage, die sich die knapp 90 Schülerinnen und Schüler anschließend im Geschichtsunterricht stellen mussten. Dass der Film mit der Hauptdarstellerin Julia Jentsch zu Recht mit deutschen Filmpreisen dreifach ausgezeichnet wurde, steht außer Frage. Im Fokus lagen bei dieser Vorstellung vielmehr die filmischen Mittel, z.B. wie dieser Film durch schnelle Kamerawechsel und ausgewählte Musik versucht, eine gewisse Spannung zu erzeugen, die bereits grundsätzlich in der Brisanz des Themas liegt. Die Widerständler der „Weißen Rose“, die sich um die Geschwister Sophie und Hans Scholl versammelten, waren nicht die einzigen Freiheitskämpfer im Dritten Reich, die für Ihre Überzeugungen bis in den Tod gingen. Inwieweit aber Dokumente aus dieser Zeit, insbesondere Verhörprotokolle, eine entscheidende Stellung einnehmen, wird bei dieser Film-Adaption sehr deutlich. Im Gegensatz zu vielen anderen Filmen, die sich mit der nationalsozialistischen Herrschaft auseinandersetzen, geht es in diesem Film nicht darum,   durch Schusswechsel, Häuserkämpfe oder Granatenexplosionen Action und Spannung zu präsentieren. Vielmehr gelingt es mit präzisen Analysen der Kriminalisten und treffenden verbalen Konter der Ankläger zu zeigen, dass das nationalsozialistische Deutschland mit seinem Propagandaapparat nicht bei allen Menschen erfolgreich war. Mit welcher Wucht der staatliche Überwachungsapparat des Dritten Reiches auf die verhältnismäßig kleine Widerstandsgruppe „Die Weiße Rose“ traf, zeigt der Film sehr deutlich in den stringenten Hierarchien der Gestapo, den Verhörmethoden der Polizeibeamten und in der einseitigen Beweisführung in der Gerichtsverhandlung…
Für alle Beteiligten war es 71 Jahre nach der Hinrichtung der Geschwister Scholl ein imponierendes, z. T. vielleicht sogar bedrückendes Kino-„Erlebnis“, das Geschichtsunterricht lebendig werden lässt. Gerade bei diesen einschneidenden Ereignissen sollte die Wirkung auf die Schülerinnen und Schüler eine Nachhaltigkeit erzeugen, um die bestehenden Werte unserer Gesellschaft nicht als Selbstverständlichkeit hinzunehmen.
Abschließend bleibt noch ein Dank an den Filmtheaterbetrieb Klein GmbH – insbesondere an Herrn Fischer – zu richten.
©Christian Nadler

Kinobesuch10er

 

Leistungskurs 11 Geschichte besucht Bundesarchiv

Am Dienstag, 11.Februar 2014, besuchte der Geschichte Leistungskurs mit den beiden Lehrern Frau Lange und Herrn Nadler das Bundesarchiv auf der Karthause. Nachdem Frau Müller – die zuständige Mitarbeiterin des Bundesarchivs – eine Einführung in die Arbeiten eines Archivars und einen Überblick über das Gebäude gegeben hatte, inspizierten die Schülerinnen und Schüler die „Schatzkammern“ des Archivs. Die Mauer der Magazintürme, für die der Architekt eine besondere Bauweise gewählt hatte, bewirken  sowohl eine gleichbleibende Temperatur als auch eine konstante Luftfeuchtigkeit, was für die Haltbarkeit der gelagerten Dokumente absolut notwendig ist. Dort sahen die Schülerinnen und Schüler „schränkeweise“ Dokumente und Akten des nationalsozialistischen Deutschlands und der jungen Bundesrepublik Deutschland. Stellenweise konnte man auch Hinweisen auf den Schränken nachgehen, die richtige Raritäten beinhalten. So wird z. B. ein Schreibmaschinendurchschlag der weltbekannten „Schindlers Liste“ in den Tresorräumen des Archivs gelagert. Nach dem Rundgang durch das Magazin erhielten die Schülerinnen und Schüler in kleinen Gruppen ein Dokument zur Bearbeitung, das sie selbst erklären und dem sie eine historische Bedeutung beimessen sollten. Dadurch erhielt die Lerngruppe ein Gespür dafür, welche Aufgaben ein Archivar hat: die Entscheidung zu fällen, ob ein Dokument von historischer Bedeutung sein könnte. Bei den ausgewählten Dokumenten handelte es sich um einen kleinen chronologischen Überblick der gelagerten Dokumente. Diese reichten von einer Karikatur aus dem Deutschen Kaiserreich über Dokumente und Briefe aus dem Dritten Reich bis hin zu Bundestagsprotokollen aus den späten 1960er Jahren. Abschließend bleibt noch ein Dank an die Mitarbeiterin des Bundesarchivs Frau Müller auszusprechen und die Hoffnung, dass zukünftig weitere Schulklassen und Leistungskurse den Weg ins Bundesarchiv finden werden.
©Christian Nadler

 LK G Na Archivbesuch 1LK G Na Archivbesuch 2

 

 

Neugestaltung des Geschichte Fachraums (GFR)

Geschichte Fachraum

Der Geschichte Fachraum unseres Gymnasiums wurde von den Geschichtslehrern Herrn Balthasar, Herrn Vazzana und Herrn Nadler neu gestaltet. Die bereits im Sommer letzten Jahres neu gestrichenen Wände wurden nun mit zum Fach Geschichte passenden Bildern versehen, so dass der Fachraum seinem Namen gerecht wird. Zudem erfolgt in nächster Zeit noch die Ausstattung des Raumes mit einem Laptop und einem Beamer.

 

 

 

 

Koblenzer Geschichte zum Anfassen

Leistungskurs Geschichte zu Besuch im Stadtarchiv Koblenz

Am Mittwoch, 10.12.2014, besuchte der Leistungskurs Geschichte der 12. Jahrgangsstufe das Stadtarchiv in der alten Koblenzer Burg. Dabei sollte der Fokus vor allem auf die Französische Revolution und die Auswirkung der tiefgreifenden Veränderungen in der Stadt an Rhein und Mosel gelegt werden. Nach einer ausführlichen Einführung in die Aufgaben und die Strukturen des Archivs, durch den Stadtarchivar Herr Michael Koelges, wurden den Schülerinnen und Schülern absolute Raritäten und Unikate vorgeführt: eine kurfürstliche Urkunde aus dem frühen 14. Jahrhundert auf Pergament inklusive einem handflächengroßen Wachssiegel, ein Scherenschnitt aus dem 16. Jahrhundert, der wahrscheinlich von einem Goldschmied als Zahlungsmittel angefertigt wurde und ein altes abgegriffenes Buch der „Elendenbruderschaft“ mit einer seltenen Buchillustration in Farbe.
Viele Fragen und Antworten wurden gestellt und beantwortet. Schließlich wurde dem Leistungskurs ein Einblick in das Koblenz der Französischen Hegemonie in Europa des 18. und 19. Jahrhundert gewährt. Stadtpläne, Buchausschnitte, Adressenlisten und Bilder von Denkmälern zeigten die französischen Spuren in der Rheinprovinz. Nicht alle Bürger fürchteten den Nachbarn aus dem Westen….
Abschließend bleibt noch ein persönliches Dankeschön an den Leiter des Stadtarchivs, Herr Koleges, auszusprechen, der sich viel Zeit für uns genommen hat und uns die Auswirkungen der Französischen Revolution in Koblenz vor Augen geführt hat.
© Christian Nadler

Stadtarchiv1Stadtarchiv2

 

Eine kritische Auseinandersetzung mit der „Judensau“-Darstellung im Kölner Dom

Ein Geschichtsprojekt der Klasse 8s

Judensau

 

 

 

 

Gruppe 1

 

Gruppe 2

 

Gruppe 3

 

Gruppe 4

Bild entnommen aus: http://www.koelner-dom.de/index.php?id=17930, Ausschnitt [eingesehen am 24.09.14].

 

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