Landtagseminar in Mainz

„Politik und Spaß”, so lautete das Motto des Landtagsseminars vom 12.12. - 14.12.2012

Monna Al-Khaldi im Landtag

 

Insgesamt waren wir 26 Politik interessierte Schüler und Schülerinnen aus ganz Rheinland-Pfalz.

Unser Tagesablauf war sehr voll, aber durch die Neugier, die wir alle hatten, vergingen die drei Tage sehr schnell. Wir führten eine Debatte über das Jugendrecht bei Landtagswahlen, doch davor erlebten wir hautnah, wie eine Plenarsitzung funktioniert und was der Sinn der Sache ist. Wir bekamen nicht nur mit, wie die Politiker debattierten, sondern sahen auch, wie die Medien dies zur Schau brachten. Dazu fuhren wir zum SWR-Funkhaus und schauten live bei der Sendung „Zur Sache bei Rheinland-Pfalz” zu.Nach drei Tagen war das Seminar zu Ende und jeder fuhr mit mehr Wissen in eine andere Richtung.Zum Schluss möchte ich nur noch jedem empfehlen bei so einem Seminar teilzunehmen, denn man lernt nicht nur die Politik besser kennen, sondern auch neue Leute (z.B verschiedene Dialekte).

© Monna Al-Khaldi, 10c

 

Aktuelles aus dem Jugendrat Koblenz

Ein Bericht von Monna Al-Khaldi, 11D1, stimmberechtigtes Mitglied des Jugendrates Koblenz der Wahlperiode 2013/2014

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„Mitdenken, mitreden, mitbestimmen“, so lautet das Motto des Jugendrats, das mich persönlich dazu angeregt hat, mich für die Wahl aufstellen zu lassen.

Nun bin ich seit Januar 2013 stimmberechtigtes Mitglied im Jugendrat und wir engagieren uns als Interessenvertreterinnen und – vertreter der Koblenzer Jugend und sind mittendrin in vielen Projekten.

Die Arbeit findet in öffentlichen Sitzungen im Rathaus und in verschiedenen Arbeitsgruppen  statt. Insgesamt sind wir nach Kommunalwahlrecht gewählte 22 stimmberechtigte Mitglieder zwischen 10 und 17 Jahren. Zu diesem offiziellen Gremium der Stadt gehören darüber hinaus Erwachsene, die aber kein Stimmrecht haben: die Bürgermeisterin, die stellvertretende Vorsitzende des Jugendrates und zwei Mitarbeiter des Jugendamtes, außerdem vom „alten“ Jugendrat noch sechs beratende Mitlieder. Bei den Sitzungen im Rathaus (einmal im Monat) besuchen uns regelmäßig die jugendpolitischen Sprecher und Sprecherinnen der Ratsfraktionen.

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v.l.n.r. Brigitte Selugga-Reinschenk, Christina Göttelmann, Tale Marie Meis, Paula Mohrbacher, Lena Adams, Melissa Schäfer, Monna Al-Khaldi, Gregor Goethel, Fabian Braun, Jasper Weiler, Marius Hoffart, Okan Kurnazcan, Nils Wiechmann, Dennis Feldmann

Darüber hinaus schicken wir selbst auch beratende Mitglieder in verschiedene Gremien, wie zum Beispiel  in den Schulträgerausschuss, den Jugendhilfeausschuss, die AG Spielflächen, den Fahrgastbeirat, den Hausbeirat des Jugend- und Bürgerzentrums auf der Karthause und den Kriminalpräventiven Rat. Wir haben das Recht, im Stadtrat und in allen Ausschüssen gehört zu werden, sobald ein Tagesordnungspunkt die Interessen von jugendlichen berührt.

Zwischen den öffentlichen Sitzungen arbeiten wir in Arbeitsgruppen von 5-8 Mitgliedern:
So besichtigt die Arbeitsgruppe Schule momentan alle weiterführenden Schulen, um sie im Zustand der Gebäude und in der Ausstattung mit der Jugendbefragung von 2011 zu vergleichen. Wir wollen uns eine eigene Meinung bilden, um der Schulverwaltung Vorschläge mit Hand und Fuß machen zu können.

Eine andere AG kümmert sich um das Thema Verkehr- den öffentlichen Nahverkehr im Gespräch mit den Anbietern der Buslinien und zurzeit in Zusammenarbeit mit dem Beauftragten für Radverkehr insbesondere um die Radwege. Diese Gruppe hat erreicht, dass das Amt für Stadtentwicklung und Bauordnung sich intensiv mit den Vorschlägen von Jugendlichen auseinandersetzt und momentan Planungen neu überdenkt!

Gute Freizeitmöglichkeiten oder die Sicherheit in unserer Stadt sind ebenso Thema von Arbeitsgruppen.

Während der Bundestagswahl haben wir zusammen mit der Rheinzeitung und der Schülerzeitung des Max-von-Laue-Gymnasiums  „Die Hupe“ an dem Projekt „Wahlzeit“ gearbeitet, um die Bundestagswahl und den Wahlkampf der Jugend  näher zu bringen.

Wir interviewten die sieben Koblenzer Direktkandidaten, den SPD-Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel, die Ministerpräsidentinnen Malu Dreyer und  Hannelore Kraft, den Bundesgesundheitsminister  Bahr und andere prominente Politiker und Politikerinnen. Eine gut besuchte Podiumsdiskussion mit den Direktkandidaten – vom Chef der Lokalredaktion und zwei Mitgliedern des Jugendrates moderiert -  war zum Abschluss ein besonderes Highlight.

Am 2. Oktober besuchten wir auf Einladung von  Ratsmitglied  und  Landtagsabgeordneten Nils Wiechmann den Landtag  in Mainz. Wir hatten Gelegenheit, das Abgeordnetenhaus zu sehen, mit Herrn Wiechmann ein ausführliches Gespräch zu führen und einer Plenarsitzung beizuwohnen.

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v.l.n.r. Rabea Ehrlich, Frau Ministerpräsidenten Marie-Luise Dreyer, Monna Al-Khaldi, Andrea Nahles, Generalsekretärin der SPD

©Monna Al-Khaldi 21.10.2013

 

 

Schüler leisten Gedenkarbeit

Stolperstein von Lydia Gritzenko im Hüberlingsweg glänzt wieder

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Die Klasse 10c des Gymnasiums auf der Karthause traf sich – unterstützt von den beiden Lehrerinnen Frau Drepper und Frau Kuntz – zum Putzen des Stolpersteins von Lydia Grizuenko im Hüberlingsweg 35 auf der Karthause. Die Schüler hatten gemeinsam ein Referat zur Biografie der am 6. Oktober 1923 – vermutlich in der Ukraine – geborenen Zwangsarbeiterin ausgearbeitet. So wurde Lydia Gritzenko im Sommer 1942 mit gerade mal 18 Jahren als Zwangsarbeiterin bei der Familie Wasna beschäftigt. 1943 fällt sie der Gestapo in Koblenz wiederholt auf. Man wirft ihr „Arbeitsbummelei“ und „deutschfeindliche Betätigung“ vor. Dem Ortspropagandaleiter fällt auf, dass sie „sich nachts bis 12 oder sogar 2 Uhr unkontrollierbar herumtreibt“.

Nachdem die junge Frau sich am 7. Juli 1943 der Zwangsarbeit verweigert, wird sie am 11. Juli in Schutzhaft genommen, am 3. September bereits ins Konzentrationslager Auschwitz deportiert.
Sie wäre am 6. Oktober gerade einmal 20 Jahre alt geworden. Anschließend reinigten die Schüler gemeinsam den Stolperstein. Jetzt glänzt er wieder und so manch einer wird sicher darüber stolpern.

„Gedenkt der Verfolgten, Geschundenen und Ermordeten 1933 -1845“, besagt das Mahnmal – auf dessen Rückseite Artikel 1 des Grundgesetzes eingemeißelt wurde – inder Stresemannstraße vor dem Koblenzer Oberlandesgericht und auch Heinz Rink und Hermann Hesse vom Förderverein Mahnmal rufen die Schüler bei jeder Putzaktion dazu auf. Ein besonderer Dank des
Vereins gilt aber auch immer den Lehrern und den Schulleitern, – in diesem Fall Erich Babucke – die die Aktionen erst möglich machen.

©LokalAnzeiger Koblenz, Woche 28 vom 10. Juli 2013

 

Europa auf dem Stundenplan

Detlev Pilger, MdB, zu Europa im Gymnasium auf der Karthause

Europa2014Knapp vierzig Schülerinnen und Schüler des Leistungs- und Grundkurses Sozialkunde des Gymnasiums auf der Karthause waren zur Europastunde mit Bundestagsabgeordneten Detlev Pilger gekommen, um von ihm seine Sicht auf Europa und Antworten auf ihre Fragen zu Europa zu erhalten. Pilger sprach sich hierbei klar für ein offenes Europa mit einer Willkommenskultur aus und auch dafür, offen über eine generelle Wahlpflicht nachzudenken.

Die Schülerinnen und Schüler wollten von Pilger Antworten haben auf konkrete Fragen zu Europa. Beispielsweise wie er zu einem Beitritt der Türkei stehe. Pilger bekannte hier klar, dass er einen Beitritt zum jetzigen Zeitpunkt als verfrüht erachte: „Wir erleben derzeit anhand des schrecklichsten Grubenunglücks in Soma, wie brüchig das politische und gesellschaftliche System zu sein scheint. Das zeigt sich auch in der Art, wie die türkische Regierung auf Wut, Trauer und Ohnmacht von Angehörigen reagiert. Und auch die kürzlichen Versuche, das Internet, die sozialen Medien zu beschränken – das alles lässt sich nicht, gar nicht mit den Werten und Idealen eines freien, offenen und demokratischen Europas vereinbaren.“ Gleichzeitig warb Pilger für einen kritischen und offenen Dialog mit der Türkei und dafür, ernsthaft über Zwischenschritte der Annäherung nachzudenken .
Auch dem Freihandelsabkommen in seiner jetzigen, angedachten und diskutierten Form erteilte er eine Absage: „Es kann nicht sein, dass wir unsere hart erkämpften Standards absenken. Verbraucherschutz oder Mindestlöhne sind nicht verhandelbar.“ Für Pilger steht auch fest, dass dieses Abkommen mit einer größtmöglichen Transparenz verhandelt werden muss.
Der Koblenzer Bundestagsabgeordnete sprach sich klar für ein Europa der gleichen Lasten aus, besonders mit Blick auf die Aufnahme von Flüchtlingen. Bisher müssen die Länder in Europa Flüchtlinge aufnehmen, in denen sie erstmals europäischen Boden betreten. Damit sind die Länder in der Randlage Europas besonders betroffen. Pilger sprach sich dafür aus, mehr Flüchtlinge in Deutschland aufzunehmen. Das sei eine Frage der Menschlichkeit: „Nehmen wir als Beispiel Koblenz. Wir haben derzeit ungefähr 400 Flüchtlinge. Ich glaube, wir könnten mehr verkraften. Vorausgesetzt, wir stellen ihnen anständige Unterkünfte bereit. Hier hat die Stadt noch Nachholbedarf. Auch darf es nicht sein, dass innerhalb von Städten soziale Brennpunkte neu entstehen. Das hilft keinem und schürt unnötige und unbegründete Ängste.“
Gefragt nach der Aufnahme weiterer Mitgliedsstaaten sprach sich Pilger dafür aus darauf zu achten, dass beitrittswillige Länder gewisse Standards vorweisen können: „Wir dürfen nicht gleich an Griechenland denken, wenn neue Länder in die EU wollen und glauben, das kann nicht gut gehen. Griechenland ist ja nicht an sich gescheitert, weil die Menschen oder die Regierung faul oder unfähig war. Nein, es war die Gier der Banken, die das Land fast in den Abgrund gerissen hätte. Die Bürgerinnen und Bürger – in Griechenland besonders, in der restlichen EU aber auch – müssen jetzt dafür die Zeche zahlen. DAS darf nie wieder passieren.“
Pilger mahnte, dass für die Zukunft Europas es entscheidend sei, dass Radikale und Europa-Hasser keine Chance bekämen: „Lasst Euch nichts vormachen. Die Slogans der rechtspopulistischen Gruppen mit ihren Pauschalisierungen stehen jenen einer Front National oder eines Geert Wilders in nichts nach. Diesen Kräften dürfen wir keinen Raum bieten, keine Bühne und kein Herausreden dulden. Diese Kräfte wollen Europa zerstören.“
Und so erinnerte Oberstudiendirektor Erik Babucke in diesem Zusammenhang daran, dass der Gedanke von Europa auch eine Antwort auf die Schrecken zweier, kurz hintereinander ausgetragener Weltkriege war. Nach 1945 waren es Schülerinnen und Schüler, die durch verschiedene Austauschprogramme erste Brücken zu früheren Erzfeinden schlugen: „Es waren nach dem Krieg deutsche und französische Schülerinnen und Schüler, die im Austausch den früheren Gegner kennen und verstehen gelernt haben. Was heute für euch selbstverständlich ist, wurde damals als schier unmöglich erachtet.“

 

 

Zeitzeugen zu Besuch am Gymnasium auf der Karthause

Projekttag der Fachbereiche Sozialkunde und Geschichte für die MSS 12

Zeitzeugen Projekt 1Mit einem außergewöhnlichen Projekt über die ehemalige Deutsche Demokratische Republik wurde ein besonderer Schultag am 29. September mit den Fachbereichen Sozialkunde und Geschichte begangen. Dabei erhielten die Schülerinnen und Schüler der 12. Jahrgangsstufe die Möglichkeit den kommenden Feiertag „Tag der Deutschen Einheit“ am 3. Oktober vielleicht aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Eine methodisch-didaktische Auseinandersetzung mit dem Film „Das Leben der Anderen“ und intensive Zeitzeugengespräche mit Frau Barbara Große und Herrn Thomas Mahler brachten aufschlussreiche Erkenntnisse über das DDR-Regime und den dazugehörigen Kontrollapparat der Staatssicherheit mit Ihren Spitzeln. Die individuellen Sichtweisen der Zeitzeugen unterschieden sich durch Ihre Vorgeschichten: Einerseits Frau Große als DDR-Bürgerin, die durch wiederholte Ausreiseanträge in die BRD als Spionin und Staatsverräterin eingestuft und zu mehreren Jahren Haft verurteilt wurde. Auf der anderen Seite Herr Thomas Mahler, der als westdeutscher Bürger im sozialistischen Ostdeutschland die Obrigkeit und den Staatsapparat ebenfalls zu spüren bekam. Beiden Zeitzeugen möchten wir an dieser Stelle noch einmal herzlich danken, dieses erfolgreiche Projekt mit Ihren persönlichen Geschichten ermöglicht zu haben 

Zeitzeugen Projekt 2       Zeitzeugen Projekt 3

 

 

Abgeordnetenbesuch an unserem Gymnasium

Matthias Lammert und Dr. Anna Köbberling zu Besuch auf dem Gymnasium auf der Karthause

Abgeordneten1Die Klassen 10a und 10s haben, gemeinsam mit Herrn Strub, den Landtagsabgeordneten Matthias Lammert am 08. November an unsere Schule geladen. Herr Lammert konnte uns informativ und spannend über die Arbeit im Landtag und im Wahlkreis berichten. Dabei sind wir auch auf aktuelle Probleme eingegangen, wie zum Beispiel dem Umgang mit der AfD Fraktion im Parlament, dem Zustand der Schulen in Rheinland-Pfalz oder der Präsidentenwahl in den USA. Auch kritischen Fragen (welche den Sozialkundelehrer sehr gefreut haben) der Schüler ist er dabei nicht aus dem Weg gegangen. Gerne laden wir wieder Abgeordnete in unsere Schule ein zum Abgeordnetengesprächstag nächstes Jahr am bzw. um den 09. November. Dazu auch noch ergänzend der Bericht des Abgeordnetenbesuchs in der Klasse 9b:

Am Mittwoch, den 09. November besuchte Frau Dr. Anna Köbberling auf Einladung von Herrn Strub die 9b, um an diesem geschichtsträchtigen Tag mit Schülern über aktuelle Themen, wie der gleichzeitig stattfindenden US-Wahl und deren Auswirkungen auf uns, aber auch landesinternen Themen und der Arbeit einer Landestagesabgeordneten zu sprechen, aber auch zu diskutieren.

Hier zwei Meinungen von Schülern:

- „Es war besonders interessant über die aktuellen Themen zu sprechen, da einem die Auswirkungen von Trumps Sieg auf unser Bundesland nicht bewusst sind. Wer weiß schon so gut über die „pfälzischen Exportschlager“ Bescheid wie jemand, der sich mit dem Thema auskennt und beschäftigt?“

- Es war ganz in Ordnung. Die aktuelleren Themen sprachen mich zwar eher an, dennoch war ich nicht an den Arbeiten des Landtags interessiert. Dennoch lohnt es sich das einmal mitzumachen, da das direkte Gespräch deutlich interessanter und besser ist als langweiliger Frontalunterricht.“

Wie man sieht, gehen die Meinungen auseinander, schließlich interessiert sich nicht jeder für Politik. Dennoch war es spannend und informativ. Dafür bedanken wir uns bei Frau Köbberling für diese Unterhaltung und Herrn Strub, für die Organisation.

Bericht: Alexander Wiß (9b) und Herr Strub

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